Richard auf dem Weg zum Ironman 70.3 in Portugal - Volkstriathlon Karlsfeld/Kuhsee

Im Winter dieses Jahres entstand der Gedanke etwas Neues auszuprobieren zu wollen. Triathlon sollte es sein und am besten gleich ein Ironman. Ok, ich habe dann doch etwas zurückgerudert und mich nur für einen Ironman 70.3, also die Halbdistanz (2 km Schwimmen/ 90 km Radfahren/ 21 km Laufen), entschieden. Eine schöne Location sollte es auch noch sein. So entschied ich mich für Cascais in unmittelbarer Nachbarschaft von Lissabon Anfang September. So, angemeldet war ich. Jetzt hieß es aber Schwimmen lernen. Bis dato konnte ich weder ordentlich Brustschwimmen (nur nach Hausfrauenart – Kopf oben und ja nicht die Haare nass werden lassen) noch geschweige denn Kraulen. Mindestens drei Mal die Woche nutzte ich die Mittagspause um im Spickelbad zu trainieren.

Immer wieder musste ich ordentlich Chlorwasser schlucken, aber ich habe mich durchgekämpft und konnte Ende Februar 2000m am Stück durchschwimmen. Seit ein paar Wochen bin ich auch regelmäßig mit unserem Triathlonwart Roland am Ilsesee beim Freiwasserschwimmen. Im Hinblick auf mein Event in Portugal habe ich mich für zwei Triathlon angemeldet. Beim ersten Einsatz in Karlsfeld musste ich doch einiges an Lehrgeld zahlen. Beim Schwimmstart viel zu weit vorne startend, werde ich in die Zange genommen und unter Wasser gedrückt. Es dauert lange bis ich mich wieder einigermaßen fange und weiter kraulen kann. Beim anschließenden Radfahren und Laufen hängt mir das verkorkste Schwimmen noch arg nach. Die Premiere ist damit ordentlich misslungen. Eine Woche später beim Kuhsee-Triathlon versuche ich es besser zu machen. Ich schwimme ganz am Rand und kann so größeren Feindkontakt weitestgehend vermeiden. Die 500m kann ich damit ohne Probleme durchkraulen und erreiche im Mittelfeld die Wechselzone. Beim Radfahren kann ich zahlreiche Plätze gut machen und so im vorderen Feld zum abschließenden Laufen wechseln. Erwartungsgemäß musste ich beim Laufen doch den ein oder anderen ziehen lassen, so dass am Ende ein 9. Platz in meiner AK heraussprang. Insgesamt liege ich im Plan für Portugal und werde die kommenden Wochen nochmals verstärkt an meinem Schwimmstil arbeiten und auch noch ein paar Laufeinheiten absolvieren. Ich hoffe, ich kann dann im September positiv von meinem ersten Ironman 70.3 berichten.

Richard Weiss

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