Ingrid, Richi und Roman beim Nove Colli

In diesem Jahr nahmen sich Richard, Ingrid und Roman vor, den wohl größten Granfondo Italiens, den Nove Colli, unter die Räder zu nehmen. Begleitet wurden sie von drei Freunden des Vereins. 

Traditionell wird er immer am vorletzten Wochenende im Mai ausgetragen. Rund 12.000 Starter verteilten sich in neun Startgruppen entlang des Hafens und in einigen Seitenstraßen von Cesenatico an der Adria. Leider kann ich nicht bezeugen, ob Ivan Basso, „Purito“ Rodriguez und Mario Cipollini tatsächlich am Start waren, da wir in der vierten Startgruppe starteten.

Um sechs Uhr fiel pünktlich der Startschuss für die erste Startgruppe. Nach 35 flachen und schnellen Kilometer ging es in den ersten Collo hinein, den „Polenta“. Im Gegensatz zu den anderen Colli ist er recht „flach“ und ich konnte noch einige Fahrer überholen. Dies änderte sich aber leider ab dem zweiten Collo. In den nächsten 14 welligen Kilometern hin zum dritten Collo wurden wir von einem Reifenschaden zum Glück verschont, denn alle 10 Meter standen Fahrer am Straßenrand und wechselten ihre Schläuche. Nach dem dritten Anstieg ging es zum vermeintlich schwersten Anstieg der Nove Colli, dem „Barbotto“. Er ist einer der kürzeren Anstiege, jedoch wird er immer steiler und erreicht auf den letzen Metern bis zu 18%. Auf jeden Fall der spektakulärste Anstieg, denn von weitem hörte man schon Musik aus Lautsprechern und anfeuernde Menschen standen im Spalier am Straßenrand . Chaotisch wurde es auch ein wenig, denn der ein oder andere musste absteigen und hochschieben, so staute es sich immer wieder bis zur Verpflegungsstation bevor sich die kurze und die lange Runde teilten. Wir nahmen die lange Runde in Angriff und als nächstes wartete der kürzeste aber auch ziemliche steile „Monte Tiffi“ auf uns. Weiter ging es über „Perticara“ und dem längsten Anstieg, dem „Monte Pugliano“. Dort verpflegten wir uns noch einmal und stürzten uns vorbei an San Leo in die längere Abfahrt. Der vorletze Anstieg, der „ Passo delle Siepi war recht gut zu fahren, jedoch waren wir schon ziemlich kaputt nach sieben Anstiegen. Der letze Berg, „Gorolo“ begann recht flach wurde aber ziemlich lang und verdammt steil auf dem letzen Kilometer . Danach ging es noch recht wellig dahin, bevor es dann ganz flach richtung Cesenatico ging. Im Ziel angekommen war ich ziemlich kaputt, man wurde aber sehr gut mit Nudeln, Eis und allem anderen Möglichen verpflegt. 

Eine gut organisierte Veranstaltung mit einem tollen Rahmenprogramm und einem ganz besonderem Flair.
Nächstes Jahr bin ich hoffentlich wieder dabei, dann vielleicht mit einigen Mitstreitern vom Verein.

Roman Weiss
 

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