Ironman 70.3 Kraichgau

Am 02. Juni war soweit – der Ironman 70.3 Kraichgau stand an. Vor knapp zwei Wochen rechneten wir noch mit 18-20°, evtl. sogar Regen – die Tage davor deutete sich der Trend zur „Hitzeschlacht“ mehr und mehr an und sollte Recht behalten. Früh um 9.15 ging es in den richtig tollen Hardtsee; Die 1.9km Runde schaffte ich ohne große Probleme in 35 Minuten, was für mich einen guten Start in den Wettkampf bedeutete, auch wenn ich zwischen 30 und 32 Minuten geplant hatte. Noch vor 10.00 Uhr auf dem Rad – alles lief nach Plan! Die ersten 10 flachen Kilometer, stetig bei mindestens 40 km/h machten Lust auf den Rest der

Radstrecke… bis ich kurz vor dem ersten Anstieg des Tages meine Flasche verlor (zwischen dem Lenker nur high-carb Getränk, was ich mir gut einteilen muss, um keine Magenprobleme zu bekommen…) und bei der ersten hektischen Verpflegungsstation die Wahl zwischen „Sturz oder kein Wasser bekommen“ mit letzterer getroffen hatte. Extreme Krämpfe in den Oberschenkeln waren die logische Folge – Wasser auf der zweiten Hälfte konnten nur leicht gegensteuern. Mit bestmöglicher Schadensbegrenzung kam ich nach langen 2.54h und ca. 1000 absolvierten Höhenmeter mit viel Frust zur T2, wohl wissend, dass mich die schlechte Radzeit eine gute Endzeit kosten würde. Vor Krämpfen konnte ich kaum vom Rad steigen, aber da ich zuletzt eine gute Laufform beim Halbmarathon in München zeigen konnte (1.28), wollte ich die letzten 21.1 km auf jeden Fall probieren und kämpfte mich bis zur ersten Verpflegungsstation, wo eine kalte Dusche, kurzes Stretching und viel Eis über den Körper endlich eine erhoffte, wenn auch nur leichte Besserung brachten. Danach ging es bei weit über 30° Richtung finish, was ich nach 1.45h, insgesamt 5.22h. erreichte. 

Mein wiederholtes Ziel, unter 5 Stunden zu kommen und damit auch eine gute Platzierung zu erreichen habe ich zwar verfehlt, aber es war bisher meine beste Gesamtzeit bei einem 70.3, was mich positiv zum letzten Höhepunkt 2019, dem Ironman 70.3 in Italien im September schauen lässt!

David Rother

 

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